Nach einem Jahr Pause wagten wir wieder das „Abenteuer Schwimmcamp“. Zu unserer Stammbesatzung gehörten dieses Jahr Meike, Anna – Lena, Jaimy und Leon. Abodi, Morey und Franz nahmen an jeweils zwei Tagen teil. Und selbst unser Ersatzmann Ahmad konnte am letzten Tag auch noch mit ins Wasser springen. Sprichwörtlich, denn Ahmad sein Hobby schien das Springen zu sein. Das Wasser konnte nicht toll genug Wellen schlagen und umher spritzen. Natürlich schwamm Ahmad auch und schaffte als Abschluss 25 Meter am Stück.
In diesem Jahr bekamen wir Unterstützung von Rettungsschwimmern der Wasserwacht Hohenstein – Ernstthal und Limbach – Oberfrohna. Lisa Lindner sowie Daniel Streller, Sebastian Leichsenring und Jonas Leistner ermöglichten es durchgehend alle vier Tage, uns als Trainer zur Seite zu stehen.
Ziemlich schnell bildeten sich am ersten Tag kleine Teams. In einer fast 1:1 Betreuung machten wir das flache Becken mit Spielen zur Wassergewöhnung und ersten Technikübungen unsicher. Zum Glück waren wir hier nur für uns. Bald schon nutzten die ersten Teams auch das tiefe Becken. Hier stand uns jeden Tag mindestens eine Bahn zur Verfügung. Zum Schluss testeten einige noch die Wasserrutsche und wirklich jeder freute sich schon auf den nächsten Tag.
Diesen begannen wir am Beckenrand mit einer kleinen Erwärmung. In schon gewohnter Weise bildeten sich danach wieder die kleinen Teams, um an gestrigen Übungen anzuknüpfen oder mit diesen fortzufahren.
Schon viel entspannter ließen sich unsere Schwimmer darauf ein und akzeptierten auch einmal einen Wechsel ihrer Bezugsperson. Das eigene Vertrauen wuchs von Stunde zu Stunde. Eine vereinbarte Pause wurde kaum genutzt, so intensiv wollte jeder die Wasserzeit genießen.
Für den dritten Tag gab es eine Hausaufgabe: bringe ein T- Shirt mit. Groß war das Erstaunen, als es hieß, damit wollen wir in das Wasser gehen.
Und tatsächlich, am nächsten Tag konnte jeder selbst ausprobieren, wie schwierig es ist, mit Kleidung zu schwimmen; eine eindrucksvolle Erfahrung.
Viel zu schnell verging die Zeit und den letzten Tag unseres Schwimmcamp`s verbrachten wir natürlich mit schwimmen und tauchen, aber auch rutschen, springen oder einfach spielen und toben im Wasser.
Wir Erwachsene staunten immer und immer wieder, welche Fortschritte jeder Einzelne in diesen vier Tagen gemacht hat:
Jaimy und Anna – Lena schafften es, ihre anfängliche Unsicherheit zu überwinden und selbst im tiefen Becken ihre Bahnen zu ziehen. Es ist dabei völlig egal, ob das mit oder ohne Schwimmhilfe geschah. Sie probierten das Schwimmen sowohl in Bauch – als auch in Rückenlage und schafften es sogar, während dessen noch ein paar Worte miteinander zu wechseln.
Abodi war 2023 schon dabei und es zeigte sich, dass er das Schwimmen nicht verlernt hatte. Sicher bewegte er sich im Wasser. Nebenbei entdeckte er das Tauchen für sich. Ausdauernd versuchte er, Tauchringe vom Grund hochzuholen. Aufgeben kam nicht in Frage und die Freude darüber war Abodi die ganze Zeit anzusehen.
Meike bewegte sich wie ein Fisch im Wasser. Sie bekam während unserer vier Tage Tipps für eine bessere Schwimmtechnik sowie Anregungen für das Rücken schwimmen.
Franz überraschte mit einem sicheren und sauberen Schwimmstil. Das große Becken war keine Herausforderung mehr für ihn. Mutig wagte er den Start vom Beckenrand und ließ sich beim Rutschen von der großen Rutsche in das Wasser fallen.
Leon zeigte uns sehr anschaulich, was man mit regelmäßigem Üben erreichen kann. Das Vertrauen und die Erkenntnis, dass es richtig Spaß macht, wenn das Wasser einen trägt… wenn man im Schleppgriff durchs Wasser gezogen wird…wenn man sich das alles auch im Tiefen traut, zauberte ein stetiges Lächeln in sein Gesicht. Für Leon war die Sicherheit im Wasser nicht selbstverständlich und er ist jeden Tag etwas mehr über sich hinausgewachsen.
Das Tauchen hatte es auch Morey angetan. Völlig angstfrei suchte er ebenfalls die Tauchringe vom Boden und ließ sich nicht entmutigen. Dabei hatte er erst zu Beginn der Stunden die Schwimmbewegungen richtig erlernt. Und keineswegs zaghaft rutschte er die Rutsche ins Wasser.
Unsere Wasserratten beeindruckten uns Erwachsene täglich mit ihrem Eifer und ihrer Begeisterung
Die einhellige Meinung von ALLEN Beteiligten: Das waren vier tolle Tage.
Sonja Petrausch Juni 2025



